,, Die Rebellen wollen in Libyen einen Rechtsstaat aufbauen, die islamische Rechtsprechung Scharia soll dabei die Grundlage bilden. Ziel sei ein "moderater Islam", heißt es. Der libysche Übergangsrat will einen Rechtsstaat errichten. Das versprach der Vorsitzende des libyschen Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, bei seiner ersten öffentlichen Rede vor tausenden von Anhängern in Tripolis. Ziel sei es, einen Rechtsstaat, einen Sozialstaat, einen Staat aufzubauen, in dem die islamische Rechtsprechung Scharia die wichtigste Quelle der Gesetzgebung sei. ‘‘ Welt Online , 13.09.2011 Aus der Scharia lässt sich weder Pluralismus der Interessen noch die Partizipation sowie die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit herleiten.
Pluralismus, Vereinigungsfreiheit sowie Meinungsfreiheit sind in deren Begrifflichkeit moderne Konzepte, die mit den Zielen der humanistischen Aufklärung verbunden sind und mit einer 1400 jährig alten Glaubenslehre kaum etwas Gemeinsames haben können. Solches Versprechen gab es auch während der iranischen Revolution aus der islamistischen Kreisen, die den Religionsführer Khomeini nachgefolgt haben. Auch Khomeini versprach dem vielschichtigen iranischen Volk, dass nach der Gründung eines islamischen (Un)Rechtsstaates im Iran die Pluralismus der Interessen sowie Meinungsfreiheit und jegliche menschenrechtliche Freiheiten gesichert seien. Was sich aber nach der Machtübernahme der Mullahs und Befestigung eines Staates mit den aus Scharia abgeleiteten Gesetzen festgestellt hat, ist alles andres gewesen, außer den Versprochenen vor der Mullahs Machtübernahme. Man soll sich erstens die Frage stellen, was die Scharia in diesem Zeitalter zu suchen hat. Man reduziert nicht die Scharia auf die Todesstrafe, Scharia ist in vielen Fällen von sich aus auf die Todesstrafe fixiert. Wenn es nicht auf die Todesstrafe gefallen ist, dann handelt es sich entweder um das Schneiden eines Armes oder eines Beines. In einem ganz harmlosen Fall ist das Peitschen die erwünschten Strafe. Interessanterweise gibt's in Scharia, in ihrer puren Form, keine Rede von Freiheitsstrafe, also von der Festnahme und Gefängnis, da diese Strafe den Arabern vor 1400 Jahre nicht gekannt gewesen ist, d.h. unter der Strafe versteht man in islamischer Gesetzgebung von Strafe physischer Gewalt (Qisas) oder der Geldstrafe bzw. des Sündengeldes (Diya). Im Islam ist das Recht verbunden mit der religiösen Pflicht. Im Grunde genommen ist die Freiheit des Menschen als ein Individuum in islamischer Belehrung unerkannt.
„Rechte und Ansprüche der Menschen erscheinen grundsätzlich nur als Reflexe religiöser Pflichten. Daher ist die Freiheit des Einzelnen im Scharia Recht weit mehr eingeschränkt als im abendländischen Recht. Während hier alles erlaubt ist, was nicht gesetzlich verboten ist, verbietet der Islam alles, was nicht gesetzlich erlaubt ist. Er kennt daher auch nicht den unser heutiges Recht beherrschenden Grundsatz der Vertragsfreiheit; zulässig ist nur der Abschluss von Verträgen, die Scharia rechtlich erlaubt sind.“ – O. Spies und E. Pritsch Klassisches islamisches Recht. In: Bertold Spuler (Hrsg.): Handbuch der Orientalistik. Erste Abteilung: Der Nahe und der Mittlere Osten. Ergänzungsband III: Orientalisches Recht. Brill, Leiden/Köln 1964. S. 222 Der Inbegriff der modernen säkularen Demokratie ist im Gegensatz zum Totalitarismus, den man auch als Partikularismus bezeichnen kann, die pluralistische Interessen Menschen verschiedener Meinungen und Herkunft. ,, Im Gegensatz zu totalitären Ideologien oder zum Partikularismus erkennt der Pluralismus die bestehenden unterschiedlichen Interessen und politischen Positionen an und betrachtet deren individuelle Verwirklichung, Vertretung und Artikulation als legitim und erwünscht. Neben der Toleranz gilt das Ziel der Minimalisierung des allgemeinen Normensystems als das wichtigste Grundprinzip eines politisch pluralistischen Systems. Dies soll mittels des so genannten Subsidiaritätsprinzips erreicht werden: Alles, was nicht auf der allgemein-politischen Ebene geregelt werden muss, soll untergeordneten gesellschaftlichen Organisationen, etwa Religionsgemeinschaften, für ihre Anhänger überlassen werden. Das wichtigste Glied in der Kette des Pluralismus ist jedoch die Freiheit jedes Einzelnen und die Möglichkeit, Interessen und Auffassungen gemeinsam zu vertreten. ‘‘ Wikipedia Beitrag über ,, Pluralismus‘‘ Demokratisch ist also nicht nur das, was pluralistisch ist, sondern säkular und laizistisch, da es alleine mit der Annahme eines auf Scharia bestehende Rechtssystems zur Unterdrückung und Dehumanisierung der Menschen kommt. Scharia als Rechtskörper islamischen Glaubens ist nicht dem Menschen gegenüber gehörig, sondern nur dem an der Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit inexistenten islamischen Schöpfer. Dies zeigt der folgende Vers aus dem Koran: „Er hat euch als Religion festgelegt, was er (seinerzeit) dem Noah anbefohlen hat und was wir (nunmehr) dir (als Offenbarung) eingegeben, und was wir (vor dir) dem Abraham, Mose und Jesus anbefohlen haben (mit der Aufforderung): 'Haltet die (Vorschriften der) Religion ein und teilt euch darin (d.h. in der Religion) nicht (in verschiedene Gruppen)!' Den Heiden (w. Denen, die (dem einen Gott andere Götter) beigesellen), kommt es (allerdings) schwer an, wozu du sie rufst. (Aber) Gott erwählt dazu, wen er will, und führt dazu (auf den rechten Weg), wer sich (ihm bußfertig) zuwendet.“ – Sure 42, Vers 13 Der Mensch ist ein natürlich in der Welt existierendes Lebewesen unabhängig davon, an was der Mensch glaubt. Der Glaube ändert die Natur des Menschen nicht, sondern, da er ein Denkfehler ist, weil der Glaube falsche Fragen falsch beantwortet, ist dieser den Willen der Menschen überlassen. Möchte man eine Gesellschaft, einen Staat, also was Reales, aufbauen, dessen Funktionen durch die Behauptungen und Aussagen einer Glaubensrichtung errichtet werden sollen, dann hat man keinen funktionsfähigen Staat aufgebaut, da nach Hobbs geltenden Übereinstimmung zwischen Menschen in diesem Staat alles anderen entsprechen, außer der wahrscheinlichen Realität. Ein Staat ist funktionsfähig genau dann, wenn dieser aus logisch realitätsnahen Analysen zwischenmenschlicher Zusammenhängen ausgeht. Die Offenheit einer Gesellschaft baut sich genau an diesem Punkt aus. Da die Religion in ihrer Hochform ein abgeschlossenes System der menschlichen Denkfehlern ist, die man nicht mehr annehmen kann, führt die Begründung eines Staatswesens mit den religiösen Annahmen immer in die Konflikte. Mit der Annahme einer bestimmten Religion als angebliche moralische Grundwerte einer Gesellschaft entsteht direkt ein Konflikt mit den Nicht-An-derselben-Religion-Glaubenden. Wie man diese Entscheidung benennen mag, dass in Post – Gaddafi Libyen ein nach Scharia orientiertes Rechtssystem aufgeführt wird, zeigt alleine das Nachdenken über solches Rechtssystem ein Defizit der vom Islam unterjochten Völker Nahen Ostens und Nordafrika. Die Aufführung von Scharia führt direkt zum Geschlechterapartheid und Entwürdigung der in Libyen lebenden Frauen. Laut Koran ist die Würde des Mannes eine Stufe höher als die Frau: ,, Die entlassenen Frauen haben drei Perioden lang zu warten. Es ist ihnen nicht erlaubt, zu verschweigen, was Gott in ihrem Schoß erschaffen hat, so sie an Gott und den Jüngsten Tag glauben. Ihre Gatten haben eher das Recht, sie während dieser Zeit zurückzunehmen. wenn sie eine Aussöhnung anstreben. Und sie haben Anspruch auf dasselbe. was ihnen obliegt. und dies auf rechtliche Weise. Die Männer stehen eine Stufe über ihnen. Und Gott ist mächtig und weise. ‘‘ - Sure2 , Vers 228 Also, nach unserer humanistisch säkularen demokratischen Maßstäbe eine Art Trennung der menschlichen Würde aufgrund des Geschlechtes in eine niedrige und eine höhere Stufe. Daraus folgt unmittelbar das Phänomen Geschlechterapartheid. Ein persönliches Fazit: Diese vom Islam unterjochten verblödete Völker, ungelernt zum Lernen, unerwachsen fürs Beachten und Beobachten sind diese Völker, die sich nach dem Creme de la Creme der abrahamitisch Religion in praktizierten Hinrichtungen unserer Mitmenschen bekennen. Völker verschiedener kulturellen Herkunft, die sich nichtsdestotrotz nach dieser unglaublich inhumanen Glaubenslehre bekennen, sind au...s meiner Sicht schon längst verloren, in ihrer eigenen Illusion ihres geschichtlich verzerrten Hirns. Wie viele Beispiele, wie oft unangenehme Erfahrungen, wie andauernd Berichte über menschenverachtenden und brutalen Hinrichtungen brauchen diese natur-und-welt vergessene Völker, um aus der laufenden menschlichen Geschichte endgültig zu lernen, nicht das ihren Verstandes Denken zu verlernen. Leider dieses haben sie schon längst verlernt, da sie ihrem masochistischen rechtsverachtenden Glauben die Grundlage eines Rechtsstaates unrecht fundiert lassen wollen.
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